Über mich

Geboren wurde ich 1984 in Halle (Saale) wo ich auch heute lebe und politisch aktiv bin. Noch während meiner Schulzeit habe ich begonnen, mich politisch zu engagieren. Mit 15 Jahren habe ich gesehen, wie die extrem rechte Partei DVU in den Landtag von Sachsen-Anhalt einzog und die Bilder und Berichte vom Beginn des Kosovokriegs. Beides waren für mich Schockerlebnisse und ich wollte etwas dagegen tun. Ich begann mich im Jugendverband der damaligen PDS zu engagieren, organisierte Proteste gegen die extreme Rechte und den Kosovokrieg und sammelte erste Erfahrung in außerparlamentarischer Bündnispolitik. Im Jahr 2000 trat ich dann ich die Partei ein, wurde ein Jahr später stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands Halle.

Nach meinem Abitur 2003 habe ich begonnen Germanistische Literaturwissenschaft, Zeitgeschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zu studieren. Im selben Jahr wurde ich Mitglied im Landesvorstand von PDS/DIE LINKE Sachsen-Anhalt, von 2009 – 2015 auch als stellvertretende Landesvorsitzende. 2011 wurde ich erstmals, als eine der jüngsten Abgeordneten, über die Landesliste für DIE LINKE in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt. Im selben Jahr beteiligte ich mich an der Gründung von Halle gegen Rechts – Bündnis für Zivilcourage, wo ich bis heute aktiv bin. 

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Landesparteitag 2014 in Quedlinburg

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Im Jahr 2016 wurde ich erneut über die Landesliste (Platz 3) in den Landtag gewählt, seit 2017 bin ich stellvertretende Fraktionsvorsitzende von DIE LINKE. Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Ich bin Innenpolitische Sprecherin, Sprecherin für Strategien gegen Rechts, Migration & Asyl und Datenschutz meiner Fraktion und betreue die Region Halle. Zudem war ich unter anderem Mitglied des 19. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA), welcher die Polizeiarbeit im Zusammenhang mit dem Anschlag vom 9. Oktober 2019 untersuchte.

Politische Arbeit findet nicht nur im Parlament statt – gerade linke, antifaschistische Politik. Ich bin überzeugt, dass linke Abgeordnete an der Seite von Betroffenen rechter Gewalt und Abschiebungen stehen müssen und solidarisch gemeinsam mit außerparlamentarischen Gruppen und Initiativen für linke Politik kämpfen. Die Kämpfe gegen die extreme Rechte auf der Straße, in der Gesellschaft und im Parlament gehören zusammen. Ich sehe es als meine Aufgabe im Parlament dazu beitragen rechte Strukturen offenzulegen, staatliches Handeln zu kontrollieren – und wo nötig einzufordern – und klar und deutlich antifaschistische Positionen in die Debatte zu bringen. Das bedeutet für mich auch als Parlamentarische Beobachterin auf der Straße zu sein, wenn es um die Versammlungsfreiheit geht, genauso wie bei der Dokumentation und kritischen Begleitung rechter Aufmärsche, oder als Abgeordnete den Gegenprotest zu unterstützen. 

Demo gegen rechten Terror, 2019 Halle

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Zur demokratischen Kontrolle gehören auch die hunderten Kleinen Anfragen, die ich in den letzten Jahren an die Landesregierung gerichtet habe. Oftmals haben sie Regierung und Verwaltung gezwungen, sich mit realen Problemen auseinanderzusetzen, die bis dahin ignoriert wurden. Und sie machen Informationen zugänglich, die sonst im Verborgenen blieben. Dafür arbeite ich mit vielen Gruppen und Initiativen zusammen, die mich auf Themen und Vorgänge hinweisen.