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Wer ich bin

Geboren wurde ich 1984 in Halle, wo ich auch heute lebe und arbeite. An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg studiere ich Germanistische Literaturwissenschaft, Zeitgeschichte und Wirtschafts- und Sozialgeschichte studiert. Im Moment befinde ich mich in einem Fernstudium im Bereich Journalismus.

Migrations- und Flüchtlingspolitik und die Auseinandersetzung mit Rassismus, Neonazismus und anderen Formen der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit beschäftigen mich seit vielen Jahren. Ich begann mit 14 Jahren sehr früh, mich politisch zu engagieren und habe in verschiedenen Facetten außerparlamentarischer Politik ehrenamtlich gearbeitet. Seit 2011 gehöre ich dem Landtag an und bin Sprecherin für Migrations- und Flüchtlingspolitik, Strategien gegen Neonazismus und Gleichstellungspolitik der LINKEN im Landtag von Sachsen- Anhalt.

Die Landtagswahl findet in einer Zeit grundlegender gesellschaftlicher Debatten und Polarisierung statt. Die Entwicklung der vergangenen Jahre bereiten mir dabei große Sorge: Mit PEGIDA, AfD und Co wird sichtbar, dass demokratische Werte und Normen, Demokratie als Aushandlungsprozess, das Bekenntnis zu unteilbaren Menschenrechten keineswegs Konsens sind. Millionen Menschen weltweit sind auf der Flucht. Statt ernsthaft Fluchtursachen zu bekämpfen und so dafür zu sorgen, dass weniger Menschen gezwungen sind zu fliehen, wird vielfach so getan, als ob Grenzschließung, Abweißung von Geflüchteten und möglichst viele Abschiebungen das einzig verantwortungsvolle politische Handeln wären. Der politische Diskurs wird begleitet von einer Welle enthemmter rechter und rassistischer Gewalt. Täglich ereignen sich Übergriffe, Angriffe auf Asylsuchende, ihre Unterkünfte und Unterstützer_innen. Nach den Ereignissen in Köln zudem eine Debatte um sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt, die so tut, als gäbe es beides ausschließlich durch nordafrikanische Männer.

Bei der Entscheidung darüber, wie Migrations- und Asylpolitik in den kommenden Jahren in Deutschland und in Sachsen- Anhalt gestaltet wird, geht es eben nicht nur um die Lebensbedingungen der Einzelnen. Es geht um die Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Eine die vom Ausschluss und Hierarchisierung geprägt ist, oder eine, die Offentheit, die Teilhabe aller und Vielfalt als Grundlage begreift.

Ich möchte mich weiter in diese Debatten einbringen und Politik in Sachsen- Anhalt gestalten. Statt über Obergrenzen zu räsonieren sollten wir Zuwanderung als Chance begreifen und die Vorraussetzungen dafür schaffen, dass diejenigen die in den letzten Monaten zu uns gekommen sind, auch hier bleiben wollen. Dazu gehört die sichere und menschenwürdige Unterbringung , qualifizeirt e Beratung und empathische Unterstützung von Geflüchteten, die Öffnung des Arbeitsmarktes und der Instrumente der Arbeitsmarktförderung, und die Möglichkeit die deutsche Sprache zu erlernen für alle und zwar von Anfang an. Dazu gehört auch die konsequente behördliche Verfolgung rassistischer und rechter Straftaten, die Stärkung der demokratischen Zivilgesellschaft und die Absage an Rechtspopulismus.

Dafür werde ich mich weiter einsetzen und freue mich über Ihre Unterstützung, Feedback, Anregungen und Hinweise.